Repression gegen Antifaschist*innen & Copwatch Leipzig

Die 7. Sendung bietet ei

nen breiten Mix aus Meldungen und Berichten.

Hier findet ihr Links zu den Kurzmeldungen:

Border Violence Monitoring Network

Libertärer Podcast vom A-Radio-Berlin

Bericht von Bonvalot zu den Libyschen Milizen und was das österreichische Innenministerium damit zu tun haben könnte

Und dann noch der Hinweis auf das laufende Crowdfunding für Favor, einer Radiomacherin auf Radio Helsinki die von der Abschiebung bedroht ist.


Diesmal gibt es ein Interview mit copwatch Leipzig.
Widerständige Grüße nach Leipzig!

Mehr Infos dazu gibt es unter:
https://copwatchleipzig.home.blog/


Einige Antifaschistische Menschen müssen sich zur Zeit mit Repression herum ärgern und werden von Staaten

bedroht.

In Graz musste sich im Juli ein Antifaschist vor ein repressions Gericht begeben. Der zweite Prozesstag findet im September statt.

In der Schweiz bedroht der Staat gleich einige Antifaschist*innen. Wir haben Betroffene zu den Hintergründen befragt.

Wir bleiben solidarisch mit allen von Repression Betroffenen und sagen Stopp den Faschismen!


Dann hier noch ein Tipp. Leider hatten wir keinen Platz in der Sendung dafür:

Kurz aber doch gab es die kleine Utopie einer Autonomen Zone in Seattle. Vielen Dank an den libertären Podcast für die Recherche.

Libertärer Podcast
Eine autonome Zone in Seattle

Mehr infos darüber was in den sogenannten USA passiert, gibt es unter: itsgoingdown.org

Free Sugar!, Nekane und Polizei- und Justizgewalt

Zunächst eine Meldung in eigener Sache:

Wie angekündigt läuft seit heute (also eigentlich gestern – 23. Juli) die Ausstellung “Mit der herrschenden Moral brechen” in den Räumlichkeiten des Radio Helsinki, in der Schönaugasse 8. Die Ausstellung ist in den Schaufenstern des Radios und kann jeder Zeit  bis zum 12. September besichtigt werden.

Wir freuen uns wenn ihr vorbei schaut!

Jetzt aber zur Sendung:

Der Fokus liegt in dieser und den kommenden Wochen vermehrt auf Polizei, Polizeigewalt und Polizeikritik.

In dieser Sendung hört ihr ein Interview mit dem KGP – Kooperation gegen Polizeigewalt aus Sachsen.

Mehr Infos dazu gibt es unter:

kgp-sachsen.org

Aus traurigen und gegebenen Anlass gibt es heute ein Interview und einen Bericht über Sugar. Sugar würde kürzlich von der Polizei festgenommen, sitzt gegenwärtig in Abschiebehaft und soll am 01. August abgeschoben werden.

Wir hoffen, dass die Abschiebung verhindert werden kann und wünschen Sugar und allen die für ihn kämpfen viel Kraft!

Auf diesem Blog könnt ihr mehr über Sugar und die aktuellen Entwicklungen nachlesen.

Seit vier Jahren ist Nekane aus der Haft in der Schweiz entlassen. Es sind vier Jahre der Ungewissheit und der ständigen Androhung der Auslieferung nach Spanien.

In der heutigen Sendung hört ihr mehr über und von Nekane.

Wir bleiben weiter solidarisch und sagen Nekane bleibt frei!

Hier geht es zu Nekanes Webseite: http://www.freenekane.ch/

Podcast zu Klandestinität, Teil 2

Letztes Mal brachten wir den ersten Teil eines Podcast aus der deutschschweiz zum Thema Klandestinität. Heute spielen wir den dazugehörigen zweiten Teil.

 

«Für 100 Gefährt*innen auf der Flucht gibt es mindestens 100 Gründe zu 100 unterschiedlichen Zeitpunkten, die sie dazu veranlassten und zur Entscheidung brachten, den Weg der Klandestinität einzuschlagen»

Wir denken, dass es enorm wichtig ist, das Thema mit all seinen Fragen und Facetten als gemeinsame Realität vieler Menschen zu sehen. Ein Leben, fern von den bekannten Orten und geliebten Menschen. Ein Leben, das Menschen zu Unsichtbaren macht.

Dieser Podcast basiert auf einem Vortrag, welcher im Mai 2019 im deutschsprachigen Raum gehalten und von verschiedenen Radiomachenden nachgesprochen wurde.

Mehr Infos gibts auf barrikade.info

 


 

Vor kurzem ist unser geflüchteter Freund Sugar in Innsbruck bei einer rassistischen Polizeikontrolle beim Radfahren verhaftet worden. Er befindet sich nun in Wien in Gefangenschaft und der Anwalt hat einen Antrag auf HUMANITÄRES BLEIBERECHT gestellt. Sugar hat in kürzester Zeit eine Anstellungszusage und einen möglichen Wohnsitz in der Gemeinde, in der er 6 Jahre lebte, organisieren können. Weitere Infos dazu findet ihr auf freesugar.noblogs.org

 


 

Dann noch eine Ankündigung:

Bei der nächsten Sendung am 23.Juli gibt es die Ausstellungseröffnung zu unserem Sendungsthema in den Räumlichkeiten des Radios. Mehr Infos hier.

 

Mit der herrschenden Moral brechen

Ein Strafzettel klemmt unter dem Scheibenwischer, eine Steuernachzahlung oder ein demütigender Besuch beim AMS … Wir alle kennen das Gefühl, wenn wir zu etwas gezwungen werden und es ungerecht finden. Schon seltener stellen sich Menschen die Frage welche Institutionen hinter diesen Zwängen stecken und noch seltener werden diese Machtverhälntisse grundlegend angezweifelt.

An den alltäglichen Beispielen von staatlich organisierter Bestrafung wird deutlich,  dass die eigene moralische Auffassung über Rechtmäßigkeit teilweise stark abweicht von den gesetzlich fixierten Zuschreibungen „legal“ und „illegal“. Die Jusitzapparate der Nationalstaaten wollen der Bevölkerung vermitteln, dass  der Rahmen des Legalen eine neutrale und moralisch-universelle Instanz sei. Doch ist das wirklich so?

Die Ethik hinter den Gesetzen des Staates ist keinesfalls neutral, sondern  orientiert sich an neoliberal-kapitalistischen, rassistischen und sexistischen Grundannahmen. Für einen großen Teil unserer Gesellschaft gelten diese Annahmen als unhinterfragbar und „natürlich“.

Zum Beispiel befasst sich ein großer Teil der Gesetzgebung mit dem Thema Eigentum. Das Konzept des privaten Eigentums ist aber mitnichten etwas naturgegebenes und kann prinzipiell angezweifelt werden. Es gab unzählige Gesellschaftsformen, die ohne der Idee von Eigentum gelebt haben und es gibt auch heute noch politische Bewegungen und philosophische Denker*innen, welche sich ein Zusammenleben ohne Eigentumsverhältnisse wünschen. Die Logik des Kapitalismus ist also durchaus hinterfragbar!

Die Legislative verankert die Eigentumsdynamiken jedoch tief in unserem Alltag und ein abweichendes Verhalten wird strickt sanktioniert. Wenn sich eine Person nicht entsprechend der Moral des Eigentumsverhält und sich etwas Lebens-notwendiges aneignet, was eine andere Person im Überfluss besitzt, dann wird sie vom Staat bestraft. Dieses Konzept von Bestrafung sollte also kritisch hinterfragen werden. Was bezwecken Strafen? Ein „Wieder-gut-machen“ von einem Fehler wohl eher nicht, denn die betroffene Person oder das Opfer stehen nicht im Mittelpunkt. Das moderne Jusitzsystem will vor allem, dass das Indi-viduum, dass nicht der herrschenden Moral entsprechend gehandelt hat, leidet.

Diese zweifelhafte Vorstellung von Gerechtigkeit lenkt den Fokus von einer zwischenmenschlichen Beziehung auf ein unterdrückendes Verhältnis zwischen autoritären, strafender Staatsinstitution und unterworfene*r Täter*in. Der Staat raubt uns also unsere Konflikte, um seinen Herrschaftsanspruch auszubauen.

Diese Justiz ist auch eine ständige Drohung. Die Drohung im Knast zu landen. Wie ein Damoklesschwert hängt der Knast über uns und materialisiert die Herrschaft des Staates. Mit aller Härte verfestigen die Gefängnisse die herrschende Moral und ihre Gitterstäbe versichern uns, dass der Preis für ein abweichendes Verhalten der Verlust der Bewegungsfreiheit sein kann.

Kritik an einer Gesellschaft die durch Gefängnisse diszipliniert wird, ruft bei vielen Menschen Unsicherheiten hervor. „Was soll dann mit den Mördern und den  Vergewaltigern passieren?“ Diese Fragen müssen tatsächlich beantwortet werden, wenn mensch die Gefängnisstrukturen hinterfragt oder sich eine knastfreie Gesellschaft wünscht. Zunächst ist es wichtig, dass ein  Gerechtigkeitsverständnis, welches von den staatlich autorisierten Normen der Legalität und Illegalität abweicht, nicht bedeutet, dass jede als illegal deklarierte Tat automatisch positiv bewertet wird und umgekehrt auch nicht. Außerdem  werden die meisten Haftstrafen aufgrund von sogenannten Eigentumsdelikten  verhängt oder sind Ersatzfreiheitstrafen für nicht geleistete Geldstrafen. Die  wenigsten Menschen in den Gefängnis haben jemensch vergewaltigt oder umgebracht. Wir müssen Wege finden mit Konflikten und Fehlern umzugehen  ohne auf staatliche Autorität zurückzugreifen. Es gibt Wege mit zwischenmenschlichen Problemen umzugehen ohne das paternalistisches  Bestrafen und inhumane Wegsperren. Zudem müssen wir es schaffen, dass das  menschliche Bedürfnis nach Verantwortungsübernahme und Wiedergutmachung  tatsächlich umgesetzt wird. Auch wenn das Hinterfragen der Gefängnisstrukturen uns verunsichern kann und eine Vielzahl an Fragen aufwirft, müssen wir uns diesen Fragestellungen widmen um an der Realisierung einer wahrhaft befreiten Gesellschaft arbeiten zu können.

Für eine Welt ohne Knäste!

 

 

 

 

 

 

 

Podcast zu Klandestinität, Teil 1

Heute senden wir unsere zweite Übernahme:

Letze Woche haben wir einen Podcast aus der Deutschschweiz zum Thema Klandestinität, Flucht, Exil und Untertauchen zugesand bekommen. Diesen haben wir uns angehört und spielen ihn nun auch für euch auf Radio Helsinki.

 

Wir haben aber auch eine Ankündigung in eigener Sache:

Save the date! – Am 23.Juli bringen wir eine Anti-Knast Ausstellung in die Räumlichkeiten des Radios. An diesem Tag möchten wir die Ausstellungseröffnung mit einer Schreibwerkstätte und einer KüFa (Küche für Alle) begleiten. Wir freuen uns auch wenn ihr vorbei schaut. Infos dazu folgen noch!

 


 

Nun aber zum Podcast:

«Für 100 Gefährt*innen auf der Flucht gibt es mindestens 100 Gründe zu 100 unterschiedlichen Zeitpunkten, die sie dazu veranlassten und zur Entscheidung brachten, den Weg der Klandestinität einzuschlagen»

Wir denken, dass es enorm wichtig ist, das Thema mit all seinen Fragen und Facetten als gemeinsame Realität vieler Menschen zu sehen. Ein Leben, fern von den bekannten Orten und geliebten Menschen. Ein Leben, das Menschen zu Unsichtbaren macht.

Dieser Podcast basiert auf einem Vortrag, welcher im Mai 2019 im deutschsprachigen Raum gehalten und von verschiedenen Radiomachenden nachgesprochen wurde.

Er ist in zwei Teile aufgeteilt. Heute spielen wir den ersten Teil.

Mehr Infos gibts auf barrikade.info.

Für Feedbacks und Kontakt zu den Vortragenden: k-presentation[at]immerda.ch PGP-Key

 

Knast und Repression / FLINT Personen

In der heutigen Ausgabe von Zwischen Gitterstaeben haben wir für euch wieder eine vielfältige Sendung zusammen gebastelt. Diesmal mit mehr Musik, versprochen!

Es freut uns besonders, dass wir diese Sendung zusammen mit unseren Kolleg*innen aus Innsbruck diesmal an einem gemeinsamen Ort gestalten konnten.

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Zwischen Gitterstaeben legt heute einen Fokus auf den f* Streik der am 12. Juni in Graz und Innsbruck stattfindet. Mehr dazu erfährst in dieser Sendung.
Zusätzlich bringen wir von der f*Streik Gruppe aus Graz einen Beitrag zum Thema Knast und Repression von FLINT* (Female-, Lesbian-, Inter-, Nonbinary-, Trans-) Personen.
Es gibt dazu auch einen Einblick in die Dringlichkeit der #blacklivesmatter Bewegungen und der Gewalt an People of Color.

Mehr zu f* Streik Graz

Mehr zu f* Streik Innsbruck

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Weil nicht nur Binäre-Geschlechter in Knästen sitzen, bringen wir ein Interview des Radios Dreyeckland mit der Trans* Ratgeber Gruppe.

Das gesamte interview der Trans* Ratgeber Gruppe

Der Ratgeber

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Nepo und Joseffa aus Innsbruck stellen auch heute wieder eine Person vor, die sich gegenwärtig in Haft befindet.
Die widerständige Gefangene* Sunny sitzt seit drei Jahren in der JVA Chemnitz.

Wenn ihr mehr über Sunny wissen wollt, besucht ihren Blog.

Wir wünschen allen einen angenehmen f*Streik und ein gutes Reinhören in die Sendung Zwischen Gitterstaeben.

 

Übernahme: Ausbruch – die Antirepressionswelle

Gerade erreicht uns auch die Meldung aus den USA zur aktuellen, erneuten Eskalation von Polizeigewalt, bei der ein “weißer Polizist sein Knie mehrere Minuten lang auf den Hals eines schwarzen Verdächtigen” drückt (https://orf.at/stories/3167271/). Dass das kein Einzelfall ist und Polizeigewalt strukturell ist, braucht an dieser Stelle wohl nicht erwähnt zu werden.

Da unsere Sendung diesmal nicht live ist, hier schriftlich:
Wir verurteilen den Einsatz von Polizei und sprechen unsere Solidarität für alle Angehörigen von der Polizei ermordeten Menschen aus, speziell für die Angehörigen von George Floyd.

 

 

Momentan spielen wir jedes zweite mal, also alle vier Wochen eine Übernahme von anderen Anti-Knast / Anti-Repressionssendungen. Diesesmal haben wir “Ausbruch – die Antirepressionswelle” von Radio Dreyeckland ausgewählt.

 

Wir machen das einerseits deswegen, weil wir uns mit anderen, gegen Repression und Knast kämpfenden Medien, vernetzen wollen und andererseits auch deswegen weil wir schlicht zu wenig Ressourcen haben, alle zwei Wochen eine eigene Sendung zu produzieren. Wir sind also auch noch auf der Suche nach Menschen die uns in unserer Arbeit unterstützen wollen. Falls du auch Lust hast dich zu beteiligen, kannst du dich gerne unter zwischengitterstaeben [at] helsinki [dot] at melden!

 

Außerdem möchten wir uns für die zahlreichen Rückmeldungen und Feedbacks, die bei uns eingelangt sind, bedanken. Wir werden auf einige Punkte in der nächsten Sendung noch eingehen. Gerne könnt ihr uns inzwischen noch weitere Nachrichten/Feedbacks zukommen lassen.

Aber jetzt zur Übernahme. Liebe Grüße ins Dreyeckland!

Ausbruch – die Antirepressionswelle

Wir spielen die Sendung vom 24.05.2020

Themen: Repression an den Ränder Europas, Demonstration “Euer Sorgen machen uns sorgen” am Samstag, 23.05.2020, Hoerspiel: was tun bei Vorladungen/Strafbefehl, Thomas Meyer-Falk zur Aktuelle Situation in der JVA Freiburg, Demoanmeldungeskritischen Text, Kurzgemeldet, Termine

Musik: René Binamé – La vie s’écoule, Lena Störfaktor – Passt auf einander auf, Revolte Springen – Hinter den Barrikaden, Superdirt – Coleman

Mehr Infos zur Sendereihe findet ihr auf rdl.de

 

Auftaktsendung

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In der Erstausgabe von Zwischen Gitterstaeben möchten wir erstmal unsere Sendung vorstellen. Aber natürlich bringen wir auch Inhalt. Viel Inhalt!

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Aus unserm Netzwerk ist uns ein Interview mit einer Person die in der Justizanstalt arbeitet zugespielt worden. In diesem spricht die Person über die allgemeinen Zustände im Häfen, vorallem aber auch über die speziellen Zuspitzungen die durch die Coronasituation ausgelöst wurden und wie die Zivilgesellschaft Gefangene Menschen unterstützen kann.

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Dann waren wir in Wien und haben das ABC, das
Anarchist Black Cross besucht und haben mit ihnen ein Interview geführt. Über ihre Arbeit, ihre Motivationen und Netzwerke; über Zustände in den Knästen und über Gefangene die darüber Berichten. Außerdem verraten sie uns wie wir uns mit Gefangenen solidarisch zeigen können und sie aktiv Unterstützen können. Am besten zum Beispiel mit Gefangenenpost.

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Uns freut auch besonders, dass wir für die Sendung Unterstützung aus Innsbruck bekommen!
Nepo und Joseffa haben uns für diese Ausgabe einen Beitrag zukommen lassen. Sie stellen eine gefangene Person vor   thomas meyer-falk  schreibt Bücher zum Knastalltag, Zwangsarbeit im Knast, Isolationshaft aber auch über andere politische Themen.