#19 Antira | Schwurbler | Meldungen | Gefangenenbriefe

Heute sind wir wieder mal zu mehrt im Studio und haben neben Gefangenenbriefen auch ein paar Infos und Meinungen. Infos zu Angriffen auf linke wie autonome Räume.

Verlinken möchten wir zu einem Bericht vom Danni, dem Dannröder Forst und die Besetzung sowie Räumung dessen.

Außerdem hier der versprochene Brief dazu. Von einer von Repression betroffenen Person….

Sendungsübernahme: Frauen im Knast & Oury Jalloh – Rest in power | #waikeria uprising

Heute vor 16 Jahren, am 7.1.2005 wurde Oury jalloh in Dessau in einer Polizeizelle ermordet. Die Polizisten prügelten ihn erst zu Tode, übergossen ihn dann mit mehreren Litern Brandbeschleuniger und zündeten ihn an.
Die Bullen laufen immer noch frei herum und sind noch im Dienst. Die Lügen der Bullen wurden schon längst widerlegt – aber der Staat schützt sie seit Jahren.
Kein Vergeben, kein Vergessen. Rest in power.

Für mehr Infos checkt die Website des Aufklärungsinitiative oury jalloh aus:

initiativeouryjalloh.wordpress.com

Sendungsübernahme (Link zur Sendung: https://www.freie-radios.net/portal/content.php?id=88059)

Heute übernehmen wir eine Sendung des Anarchistischen Hörfunks aus Dresden aus dem Jahr 2018 zum Thema Frauen im Knast. Vielen Dank für die Sendung und liebe Grüße nach Dresden.

Am 11.März gab es eine Demo zum Frauenknast in Chemnitz anläßich des internationalen Frauenkampftags.
Diese Sendung ist für uns ein weiterer Anlass die Verknüpfung von Knast und Patriarchat sichtbar zu machen und genauer anzuschauen was es für Frauen und nicht geschlechterkonforme Menschen bedeutet im Knast zu sein.

Inhalt:
– O-Töne der Demonstration zur Frauen-JVA Chemnitz am 11. März 2018
– Frauenknast Allgemein
– Abtreibung
– Transpersonen im Knast
– Erlebnisbericht von Menschen im Knast

Musik:
– Cistem Failure – Tear Apart The Walls
– Quentin – ##”Lfifi^fi^#~
– Cistem Failure – A Bigger Cage Is Still A Prison
– Et_ – Children
– Juventud Crasa – Borracho En El Cairo
– Cistem Failure – Stick Together

#17 Moria & Detention Centers | Gefangenenbriefe | Shelter & Solidarity

Moria & Moria 2.0

Nicht nur ist die Situation in Geflüchtetenlagern wie Moria und Moria 2 mit Gefägnissen absolut vergleichbar, auch in Moria gibt es sogenannte  Detentioncenters wo Menschen tatsächlich in Schubhaft gesteckt werden.  Menschen, die zum Teil niemals die Möglichkeit hatten überhaupt Asyl zu  beantragen, die keinen einzigen Tag legal in Griechenland leben zu dürfen  werden zum Teil in Isolationshaft gesteckt und verprügelt. Wir haben einen Text  dazu von NBK, der NoBorderKitchen empfohlen bekommen, den wir mit euch teilen wollen:
Wir sind wütend, und heben unsere Faust für alle die gegen derartig menschenverachtende Strukturen ankämpfen.


Gefangenenbriefe

Auch Rainer hat uns wieder geschrieben. Diesmal auf seiner neuen Schreibmaschine die er beantragt und auch bekommen hat. Wir lesen seinen Brief und spielen Musik für ihn.


Der US-Amerikanische Gefängnisaktivist Kevin “Rashid” Johnson – ein Beitrag von Shelter&Solidarity

Kevin “Rashid” Johnson sagt von sich, er sei bis zu seiner Verhaftung 1990 Drogendealer und ehrgeiziges Mitglied des schwarzen Lumpenproletariats in Amerika, der Unterschicht gewesen. Wie so viele wurde er als junger Erwachsener verhaftet und zu einer langen Gefängnisstrafe verurteilt. Seitdem ist er inhaftiert – seit achtzehn Jahren unter Bedingungen der Einzelhaft.
In seiner Haft begann er sich politisch zu bilden, beteiligte sich an Gefangnisaufständen und verteidigte sich und andere Häftlinge gegen die Gewalt der Wärterinnen*, Polizistinnen*, Pflegerinnen*, Ärztinnen* und Richterinnen*. Er wurde zum politischen Agitator, versucht seither gefangene Menschen solidarisch zu einen und Kämpfe aufzubauen. Aufgrund seines widerständigen Verhaltens erlebt Rashid viel Repression und wird isoliert!
Der gefangene Genosse zählt sich zur New African Black Panther Party, schrieb einige Bücher, veröffentlicht laufend Artikel und Beiträge auf seinem Blog rashidmod.com, den folgende Beitrag haben wir aber auf der Seite prisonradio.org gefunden, welche schwarze Gefangene in den USA (vorallem auch die kampagne freemumia) unterstützen. Der Beitrag selbst ist von Shelter&Solidarity (shelterandsolidarity.org).
Shelter& Solidarity als Organisation hat sich in den USA vorallem online formiert, um die Kämpfe von COVID19 und die Herausforderungen und Möglichkeiten, die diese Krise schafft, zusammenzubringen. Sie interviewen Aktivistinnen* und veröffentlichen Texte, Kunst sowie wissenschaftliche Informationen.
Ihr könnt Rashid schreiben, er freut sich über politischen Austausch und interessante Texte.  Bitte schreibt Rashid nicht mit eurem echten Namen und benützt Handschuhe, solltet ihr einmal in die USA einreisen wollen ;).
    
Rashid has been transferred out of state yet again, this time to Indiana. He is currently being held at:
Kevin Johnson
D.O.C. No. 264847
Wabash Valley Correctional Facility
PO Box 500
6908 S. Old US Hwy 41, Carlisle, IN
47838

Übernahme: Ausbruch – Die Anti-Repressionswelle

 

Diesmal wieder eine Übernahme von Radio Dreyeckland

Ausbruch-Sendung vom 22.11.2020

Themen:

Interview mit Thomas Meyer-Falk über den Knast als nekrophiler Ort

Buchvorstellung “VERMESSENE ZEIT – Der Wecker, der Knast und ich” von Ingrid Strobl

Bericht von Carmen aus der Sicherungsverwahrung in der Frauen JVA Schwäbisch-Gemünd

Repression an den Rändern Europas

Kurzgemeldet

Termine

Und mehr Infos hier.

#15 Genderbased Violence | Repression | Freiheit für Lina | Suffragetten | Gefangenenbrief(e)

Die heutige Sendung reiht sich ein in die seit dem 25. November (dem Tag gegen Gewalt an FLINT Personen) in die Reihe 16 Tage gegen Gewalt an Frauen, Lesben, Inter-, Non Binary und Transpersonen.

Dazu haben wir erst mal einen Beitrag aus Innsbruck zu Genderbased Violence.


Ebenfalls aus Innsbruck kommt heute wieder einmal ein Beitrag über die Geschichte der Repression gegen soziale Bewegungen. Auch wenn wir uns vorwiegend mit deutlich revolutionären und emanzipatorischen Bewegungen auseinandersetzen, wollen wir heute über die Repression gegen eine bürgerlich-feministische Strömung berichten, nämlich den Suffragetten. Es geht uns dabei nicht um die vermeidliche Errungenschaft einer Wahlbeteiligung anzuerkennen, sondern vielmehr über die Geschichte der staatlichen Repression gegen militante Gruppen zu berichten.


Dann haben wir einen Redebeitrag den wir am 22.Oktober beim Stadtspaziergang des Offenen Antifa Treffens in Wien aufgenommen haben. Er wurde am Denkmal für Markus Omofuma gehalten, dieser wurde 1999 während einer Abschiebung von den Cops ermordet.


Hier noch ein paar Links zu den Themen die wir in der heutigen Sendung angesprochen haben:

Freiheit für Lina

F*Streik Graz

Die Drei von der Parkbank

Dezentraler Aktionstag gegen Repression

Ein Gefangenenbrief

Aktion: Kekse in den Knast

Die Bedingungen der Covid-Pandemie führen zu Isolation und Einschränkungen des sozialen Lebens. In den Gefängnissen wird das Besuchsrecht teilweise ausgesetzt und die Bewegungsfreiheit der Gefangenen noch weiter beschnitten. Trotz der offensichtlichen Infektionsgefahr durch das zusammengepferchte Wegsperren hält der Staat an seinen repressiven Methoden fest.
Um dieser verschärften Isolation etwas entgegenzusetzen, rufen wir weiterhin dazu auf Briefkontakte zu Gefangenen aufzunehmen oder weiter zu pflegen.
Mit der Aktion „Kekse in den Knast“ laden wir euch ein, gerade in dieser Zeit, gezielt einer gefangenen Person zu schreiben. Meldet euch bis Ende November mit einer kurzen Mail und wir werden euch Anfang Dezember per Zufallsprinzip die Adresse eines*r Gefangenen zukommen lassen. Ihr bekommt eine kurze Einleitung mit der Idee vier Mal im Dezember etwas in den Knast zu schicken. Dabei sind der Kreativität keine Grenzen gesetzt: schreibt eine Postkarte, verfasst ein Gedicht, macht Fotos oder schickt Kekse hinter die Mauern der Kerker.
Einsamkeit entsteht durch vergessen

Mailadresse: knastkeks(at)riseup.net

Common_Resistance IBK

#14 Gefangenenbrief | Hungerstreik gegen Administrativ Detention | Big Sibling Kollektiv

Bei unserer ersten Schreibwerkstatt haben wir einige Briefe an Gefangene geschickt. Wir haben auch schon ein paar Antworten bekommen. Und eine dieser Antworten möchten wir euch heute vorlesen. Und zwar von Spiros, der in Athen im Knast sitzt.

 


 

Dann haben wir einen Bericht über einen Gefangenen der sich über 100 Tage in einem israelischen Knast in Hungerstreik befand. Er saß in Administrative Detention, also in Präventivhaft. Eine Haftform die ohne Gerichtsprozess auskommt. Auch in Österreich wird über diese Haftform wieder diskutiert. Mehr zu dem Fall in Israel hört ihr in dem Beitrag von Radio Kompliza – deinem feministischen Knastradio von Radio LoRa aus Zürich.

 


 

Und dann haben wir noch einen Podcast vom Big Sibling Kollektiv aus Wien für euch ausgewählt.

Sie haben eine Podiumsdiskussion am Aktionstag gegen rassistische Polizeigewalt veranstaltet.

Den ersten Teil davon haben wir in die heutige Sendung eingebaut.

#13 freeSugar & Proteste in Nigeria | Liebig34 | Basel Nazifrei

Guten Morgen, guten Abend… gute Nacht!
Folgendes erwartet euch in der 13. Sendung:

– Kurzes Update zu den Drei von der Parkbank, weitere Infos gibts bei parkbanksolidarity

– Rassistisches Vorgehen von Securities der Wiener Linien – Kurzbericht. Hier gehts zum Video. Vorsicht: Triggerwarnung!
– Ausbruch aus dem Knast in Graz: Eine Geschichte wie aus einem Räuber:innen-Buch.
– Das Rote Kreuz kündigt politisch aktive Personen. Der Protest formiert sich unter dem Motto: “Erst kümmern wir uns um Menschen in Not, dann bekommen wir ein Anstellungsverbot!”
– PIKPA Camp wäre fast geräumt worden. Dazu eine kleine Erinnerung. Auf Lesvossolidarity kriegt ihr weitere Infos.
– Eine tschetschenische Flüchtlingsperson, welche in Schubhaft war, stirbt in Wien im Knast. Oder vielleicht eher: wurde umgebracht. Grund dafür war Vernachlässigung durch die Polizei: die Person blieb trotz sehr schlechtem Zustand ohne medizinische Versorgung. Infos zur Kundgebung folgen über Twitter von Antifa Wien.

– Das anarcha-queerfeministische Hausprojekt Leibig 34 wurde am 9. Oktober von den Cops geräumt!  Im Beitrag versucht Nepo die Ereignisse zusammenzufassen. Darauf folgen Auszüge von den Analysen der Interkiezionale-Orga und JugendBesetzt

Basel Nazifrei – Neuigkeiten zu den Prozessen

Am 24.11.2018 wurde in Basel ein Aufmarsch der rechtsextremen PNOS (Partei National Orientierter Schweizer) blockiert. Die Antifaschist:innen, welche sie den Neonazis und Rechten entgegengestellt haben stehen nun seit geraumer Zeit vor Gericht und sind von starker Repression betroffen. Die Genoss:innen werden vom Basler Antirep sowie linken Anwält:innen begleitet und die Kampagne 500k organisiert gerade finanzielle Unterstützung für die Betroffenen.

Diese und letzte Woche fanden weitere Prozesse gegen Baselnazifrei statt. Unter anderen standen zwei Personen vor Gericht, die bereits in der Türkei aktiv gegen den Faschismus gekämpft haben und in die Schweiz flüchten mussten. Unser Beitrag dazu auf deutsch und türkisch.

Am 28. November um 16:00 Uhr am Theaterplatz in Basel soll zudem eine Demonstration mit dem Motto Basel Nazifrei stattfinden: hier findet ihr den Aufruf der Organisator:innen.

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Basel Nazifrei – Duruşmalarla ilgili haberler

24 Kasım 2018’de, aşırı sağcı PNOS’un (Ulusal Odaklı İsviçre Partisi) Basel’de bir yürüyüşü engellendi. Neo-Nazilere ve aşırı sağcılara karşı çıktıkları anti-faşistler bir süredir yargılanıyor ve şiddetli baskılardan etkileniyor. Yoldaşlara Basel Antirep ve soldan avukatlar eşlik ediyor ve şu anda 500k kampanyası etkilenenlere mali destek düzenliyor.

Bu hafta ve geçen hafta Basel’de olmayanlara karşı başka davalar da vardı. Diğerlerinin yanı sıra, Türkiye’de faşizme karşı aktif olarak savaşan ve İsviçre’ye kaçmak zorunda kalan iki kişi yargılanıyordu. Buna Almanca ve Türkçe katkımız.

Basel Nazifrei sloganıyla 28 Kasım saat 16: 00’da Basel’deki Theaterplatz’da bir gösteri yapılacak: Burada organizatörlerin çağrısını bulacaksınız: içeride.

– Die Schreiblinge* von der letzten Schreibwerkstatt haben zwei Briefe aus dem Knast bekommen, welche eingesprochen wurden. Vielen Dank und solidarische Grüsse in die Gefängnisse! Der erste ist von Spiros Christodoulou aus Athen, Griechenland. Er wurde 2015 festgenommen und ist Anarchist, Proletarier und Krimineller – er gehörte zu einer Gruppe Menschen, welche mehrmals spektakuläre Knastausbrüche (auch mit dem Hubschrauber) von Genoss:innen organisierten, Banküberfälle und Angriffe auf Polizeistationen begingen sowie aktiv am Aufbau des Athener Viertels Exarchia beteiligt waren. Der zweite von Felix Redöhl aus Hamburg, Deutschland.

So könnt ihr die zwei kontaktieren:

Spiros Christodoulou
Kurydallos Prison K2
Solomou 2-4 Kurydallos
Athens, Greece PC 18110

Felix Redöhl
UHA HH
Holstenglacis 3
DE 20355 Hamburg
Deutschland

– Rede-Beitrag von der Demo gegen die Deportation von Sugar vom Bündnis free Sugar gegen Abschiebungen

Wir haben bereits mehrere Male über die nigerianische Flüchtlingsperson bei Zwischengitterstäben berichtet. Sugar hätte am 22.10 in einem Charter – eine Sammeldeportation von Wien aus – nach Nigeria abgeschoben werden sollen. Am Vortag um 18 Uhr besammelte sich eine wütende Demonstration in Wien beim Marcus Omofuma Denkmal, die dann laut und bestimmt gegen Rassismus und Deportationen auf die Strasse ging. Es traf sich sehr gut, dass zeitgleich in Nigeria die #noSars Bewegung, welche dort im ganzen Land gegen Polizeigewalt protestierte, den Flughafen von Lagos besetzte sowie eine Polizeistation in Brand setzte. So konnten keine Flugzeuge nach Nigeria fliegen und der Charter wurde abgesagt!

Sugar ist aber weiterhin in Haft, also bitte bleibt wachsam und checkt regelmäßig die Neuigkeiten auf der Website, sollten Sugar und andere Nigerianer:innen wieder akut von Abschiebung bedroht sein, gibt’s dort alle wichtigen Infos.

 

 

Absage Schreibwerkstatt 29.Oktober

Wir haben ja angekündigt, dass wir in jeder letzten Sendung im Monat eine Schreibwerkstätte veranstalten wollen. Also hier im Radio. Für dieses Mal müssen wir diese leider wegen Unklarheit der Covid Maßnahmen  absagen, um dem Radio mögliche Repressalien zu ersparen. Wenn ihr alleine Briefe schreibt, könnt ihr gerne die Adresse des Radios “Radio Helsinki, Schönaugasse 8, 8010 Graz” unter Angabe eures Pseudonyms und dem Vermerk “Zwischen Gitterstaeben” als Absendeadresse angeben. Wir hoffen am 26. November die nächste Schreibwerkstatt machen zu können.

PS: Handschuhe nicht vergessen, natürlich wegen Covid. (;

Sugar bleibt! Alle bleiben!

Unser Freund und Gefährte Sugar soll am Donnerstag, den 22. Oktober 2020 in einem Charterflug als Sammelabschiebung mit vielen anderen geflüchteten Menschen nach Nigeria abgeschoben werden. In das Land, das er vor über 10 Jahren verlassen hat.
Sugar kam hierher, will hier bleiben und das darf nicht verhandelbar sein!
Nach unzähligen Verlegungen von einem Rückkehrzentrum zum nächsten PAZ, quer durch ganz Österreich befindet sich Sugar nun wieder in Wien. Es besteht Grund zur Annahme, dass er am Morgen des 22. Oktober im Zuge einer Massenabschiebung nach Nigeria abgeschoben wird.
Gleichzeitg formiert sich Widerstand gegen diese bevorstehenden Abschiebungen. Haltet euch Mittwochabend bis Donnerstagmorgen frei.